Waipoua

Kauri Forest

Wenn wir an Neuseeland denken, denken wir an weite Felder und grüne Grashügel mit Schafen drauf. Aber was man vergisst, zumindest die Nordinsel war mal bedeckt von einem wunderschönen, dichten Regenwald, der voller Leben war. Die Briten haben damals alles abgeholzt für Holz und um später auf den Flächen Vieh zu halten.

Um heute noch einen Eindruck von dem damaligen Aussehen von Neuseeland zu machen, muss man sich ganz schön bemühen! Vor allem gab es tausende von wunderschönen, großen Kauri Bäumen. Die Briten nutzen diese für die Masten ihrer Segelschiffe. Aber auch die Maoris fällten immer wieder gezielt einen Kauri Baum, um Kanus aus ihnen zu bauen.

Bevor man in den Kauri Forest gehen darf, muss man seine Schuhe putzen, damit man ja nichts von woanders einschleppt. Das ist irgendwie eine traurige Erinnerung daran, wie kaputt die Natur hier schon ist. So kaputt, dass ein 2000 Jahre alter Baum von dem Sand unter meinen Schuhen bedroht sein kann.

Tane Mahuta

Der Tane Mahuta ist der größte Kauri Baum, auf Neuseeland. Er wird auf über 2000 Jahre alt geschätzt und er ist natürlich ist er auch Legendär:

Der Legende nach ist Tane der Sohn von Ranginui, der Gott des Himmels. Seine Mutter ist Papatuanuku, die Göttin der Erde.

Die Legende: Am Anfang herrschte Dunkelheit auf der Erde. Der Boden und der Himmel lagen nah aufeinander, zwischen ihnen hatten nur ihre Kinder Platz, welche aber nie das Tageslicht sehen konnten. Irgendwann wurden die Kinder mit ihrem Leben in der Dunkelheit unzufrieden und begannen sich über ihre Situation be beraten:

„Wie können wir unsere Situation ändern.Was wollen wir mit Mama (die Erde) und Papa (der Himmel) machen?“ Sagten sie.

„Sollen wir sie töten oder reicht es, wenn wir sie nur auseinanderreißen?“

Tu-matauenga, der wildeste unter den Kindern und Gott des Krieges, schlug vor, die Eltern zu töten.

Tane Maut, der Gott des Waldes, und aller Tiere im Wald, sprach danach: „Ich bin dagegen! Es ist besser, sie nur zu trennen. So kann der Himmel weiterhin über uns wachen, und die Erde unter uns sein. Der Himmel wird uns wahrscheinlich fremd werden, aber die Erde um so vertrauter, sie wird unsere Mutter bleiben und sich um uns kümmern und uns pflegen.

Langsam, ganz langsam richtete sich Tane Mahuta auf. Dabei stemmte er seinen Vater (der Himmel) von der Mutter (die Erde).

Tane Mahuta brachte damit Licht und Luft auf die Erde. Somit ermöglichte er Leben. Daher sind alle Lebenden Wesen auf der Erde seine Kinder und er wird als der Gründer des Lebens auf der Erde angesehen.

Und hier ein bisschen Jungle feeling für alle!

2 Kommentare zu „Waipoua“

  1. Liebe Doris und liebe Ella,
    Ich freue mich jedesmal über eure Reiseberichte, die einen kleinen Einblick gewähren lassen auf eure großartige Reise. Vielen, vielen Dank dafür.
    Kommt wieder gut zurück! Herzlichste Grüße, Elvira

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    1. Liebe Elvira, wir sitzen in Melbourne am Flughafen und ich kann immer noch nicht fassen, dass ich das alles tatsächlich gesehen habe. Es war wunderbar! Trotzdem freue ich mich darauf, euch alle wiederzusehen! Ganz liebe Grüße Doris

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