Manuel Antonio

Nationalpark

Auch dieses Hostel hatte mal wieder eine wunderschöne Aussicht.https://www.hostelworld.com/pwa/hosteldetails.php/Hostel-Plinio/Manuel-Antonio/72844?from=2022-05-18&to=2022-05-21&guests=2

Und so sieht ein klassisches gratis Frühstück in einem Hostel hier aus. Ja, sie sind wirklich nicht großzügig mit dem Brot. Dafür gibt es immer unlimited Kaffee dazu.

Manuel Antonio ist ein Muss, wenn man in Costa Rica ist. Nirgendwo sonst hab ich so viele Tiere auf einmal in der freien Natur gesehen. Welche Tiere ich genau gesehen habe, berichte ich aber noch einmal separat in einem Wild life Costa Rica Beitrag.

Um in den Nationalpark hinein zu kommen, muss man im Voraus ein Ticket in Internet kaufen. Ja, die meisten Tickets, die man auf der Straße kaufen kann, sind fake. Wir sind also mit unserem echten Ticket aus dem Internet bewaffnet los. Vorm Eingang fühlten wir uns aber eher wie Tiere im Zoo. Von überall her kamen Souvenir-Verkäufer und versuchten uns irgendwelche Sachen anzudrehen. Anstrengend. Auch im Nationalpark war es proppenvoll. Obwohl der Eintritt von der Besucheranzahl her beschränkt ist. Naja, die Tiere haben sich anscheinen nicht davon stören lassen. Später wurde uns aber erzählt, dass in den letzten Jahren einige Teile des Nationalparks verkauft wurden, und dort jetzt Hotels stehen. Dadurch ist der Lebensraum der Tiere so sehr eigeschränkt, dass sie sich gar nicht mehr verstecken können.

Hier haben die Bäume stacheln, damit die Affen ihre Früchte nicht klauen können
Ja nicht nur die Tiere sind hier giftig, sondern auch die Pflanzen

Wir haben uns dann typisch deutsch eine ordentliche Proviantdose gemacht und sind weiter an den nächsten Ort. Auf dem Weg haben wir direkt einen Hamburg Süd Container gesehen. Ach ja, wenn ich die sehe fühl ich mich immer gleich ein bisschen heimisch.

Uvita

Traumziel mitten im Jungle!

Uvita war ein richtiger Glücksgriff! Eigentlich dachte ich nur, ein bisschen weiter nördlicher wäre nett. Dass es direkt soooo schön ist, hätte ich nicht erwartet. Und eigentlich reise ich ja alleine. Und das Beste daran ist, man trifft überall neue Menschen! Dieses mal verstand ich mich auf Anhieb so gut mit dem anderen Mädchen aus meinem Zimmer, dass wir beschlossen haben, später gemeinsam weiter zu reisen. Aber erst mal schauten wir uns Uvita zusammen genauer an:

Das Hostel lag mitten im Jungle. Und es war wieder einmal einfach magisch! https://www.hostelworld.com/pwa/hosteldetails.php/Hostel-Cascada-Verde/Uvita/271637?from=2022-08-25&to=2022-08-28&guests=1

Die Terasse/ Aufenthaltsbereich
Blick vom Balkon

Haustiere, naja waren besonders. Es gab zwei „Wachhunde“, die die meiste Zeit damit beschäftigt waren, sich kraueln zu lassen und einen Alligator. Den wollte keiner kraulen. Ja, ein richtiger Alligator! Er wohnt im kleinen Teich direkt vor der Frühstücks-Terrasse.

Wir haben ihn Peter getauft, in der Hoffnung, dass er uns dann weniger beängstigend vorkommt.

Bekannt ist Uvita für seinen wunderschönen Wasserfall. Den mussten wir natürlich auskundschaften. Und ja, er war wirklich sehr schön. Das beste war, man konnte auch mal wieder runterrutschen. Einfach mega toll, verursacht aber auch ziemlich viele blaue Flecken. Aber da bin ich ja abgehärtet. Als Rugby-Spielerin. Und es ist einfach einmalig eine natürliche Rutsche mitten im Jungen zu rutschen, umgeben von Palmen und Brüllaffen.

Und wir haben uns natürlich auch den Nationalpark angeschaut. Naja vielleicht war Nationalpark auch eher nur die Begründung, um für einen Strand eintritt zu verlangen. Naja, zum Glück war deren Zaun nicht so langgezogen. Wir haben uns einfach heimlich drum herum geschlichen. Ja, man spart wo man kann.

Alle möglichen Köstlichkeiten hab ich natürlich auch wieder probiert.

Ich liebe Empanadas.

Dies ist das typische Frühstück: Reis mit Bohnen, dazu Kochbanane und Ei. Meist eingewickelt in ein Bananenblatt und dann dadrin warm gehalten. Dadurch bekommt das ganze noch einen intensiven Geschmack nach Bananenblatt. Wirklich köstlich! Neue Gerichte kennenzulernen, macht am Reisen fast am meisten Spaß!

Am Samstag gab es einen Wochenmarkt. Eigentlich liebe ich Wochenmärkte. Aber dieser war ein bisschen merkwürdig. Er war nur von Europäischen Auswanderern für europäische Auswanderer. Auf dem ganzen Markt gab es keinen Local nur sehr sehr viele europäische Reiseblogger. Und ja, das eine Blogger Pärchen hat wirklich ihren 5 jährigen Sohn drei mal eine Kokosnuss kaufen lassen, nur damit es am Ende perfekt von der Kamera erfasst wurde.

Irgendwie sehen die Gemüse Stände aus wie in Hamburg. (Natürlich aber nicht so schön wie der von Arthur. Arthur, wenn du das liest: Liebe Grüße an euch alle!!!!)

Drake Bay

Natur, Strände und atemberaubende Unterwasserwelten

Blick über die Bucht

Nachdem mich das Tauchen so fasziniert hat, hab ich auf meiner Taucherapp einfach nach den schönsten Zielen in der Gegend geschaut. Und so kam ich auf Drake Bay.

Drake Bay ist eine kleine Bucht mitten im Naturschutzgebiet. Von Panama aus gerade über die Grenze nach Costa Rica. Erreichbar nur mit dem Boot. Trotzdem fällt einem sofort der Unterscheid zu Panama auf. Der Jungle ist hier viel dichter. Genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Alles sieht aus wie im Troparium bei Hagenbeck. Schon direkt nach dem Aussteigen aus dem Bus sah ich die ersten roten Papageien! Die Erwartungen an Costa Rica waren hoch geschraubt. Und sie wurden auf jeden Fall erfüllt!

Natürlich gab es auf Drake Bay wunderschöne Strände.

Frühstück mitten im Jungle! Habe ich mir natürlich auch nicht entgehen lassen.

Meine Begleitung beim Frühstück: bunte Vögel!

Hier ein bisschen Vogelgezwitscher für alle.

Und das Tauchen war einmalig! Es sprachen zwar alle auf dem Boot nur Spanisch, aber zum Glück kann man sich Unterwasser ja eh nicht unterhalten. Den Rest haben wir mit Händen, Füßen und Google Übersetzter besprochen. Schon auf dem Weg zum Riff sprangen Delfine um das Boot herum.

Magisch. Beim ersten Tauchgang sah ich neben einigen Riffhaien und riesigen Rochen auch eine Meeresschildkröte. Beim zweiten Tauchgang schwammen Papageien-Fische um uns. Magisch. Da dies ja mein erster Tauchgang nach dem Schein war, nahm der Tauchinstructor mich an die Hand. Ich muss echt sagen, ich hab mich Unterwasser noch nie unsicher gefühlt. Es ist einfach ein magisches Erlebnis, einen kleinen Eindruck von diesem so anderen, so bunten, ruhigen und wunderschönem Lebensraum zu erlangen. Und ja, ich bin mitlerweile stolze Besitzerin eines Fischbestimmungs-Buches!

Das bin ich! Unter Wasser die Balance zu halten, ist gar nicht so einfach.

Und ich habe natürlich auch noch lokales Essen probiert. Das gehört ja zum Reisen auch immer dazu. Was mich sehr überrascht hat, ist: Es gibt überall eine reiche Auswahl an vegetarischem Essen. Sogar eine noch größere Auswahl als in Deutschland!

Und es gab natürlich wieder viele süße Straßenhunde.

Am liebsten würde ich die alle mit nehmen!

So sieht es übrigens aus, wenn ich die Blog-Beiträge schreibe.

Sorry, ich glaube ich kann mich jetzt nur noch mit Blick aufs Wasser konzentrieren..
Falls jemand mal in Drake Bay vorbei kommt:
https://www.google.com/maps/place/Restaurante+Mar+y+Bosque/@8.6900142,-83.6652911,18z/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x0:0x5b9a383f2c2cf131!8m2!3d8.6900142!4d-83.6641968

Stielecht ging es mit dem Boot weiter zum nächsten Ort.

Costa Rica

Ist Costa Rica nicht irgendwo von jedem Europäer ein Traumziel? Als mir klar wurde, wie einfach es ist hier über die Landesgrenzen zu reisen, musste ich das natürlich ausprobieren. Also packte ich meinen Rucksack, bin mit einem Bus bis an die Grenze und dann zu Fuß rüber. Ja, genau so abenteuerlich wie sich das anhört war es auch. Alles eher so naja organisiert. Aber egal, solang man einen Stempel in den Reisepass bekommt, ist alles okay.

Vulkan Baru

Der einzige Ort auf der Welt, an dem man zwei Ozeane gleichzeitig sehen kann!

Die Wanderung auf den Baru ist die Tour über die hier einfach jeder gesprochen hat. Entweder hat man sie schon gemacht oder man hat es noch fest vor. Naja, zumindest dachte ich das. Nach der Wanderung muss ich sagen, dass ich es stark bezweifle, dass wirklich so viele Leute diese Monster-Wanderung machen: 30 km und 1800 m Höhenunterschied!

Da man niemals alleine Wandern soll (wichtigste Schwarzwald-Weisheit, die ich je von meiner Mum gelernt habe) habe ich im Hostel den ersten Menschen aufgepickt, der zumindest halbwegs so aussah, als ob er die Wanderung auch wirklich durchziehen würde. Also liefen ich und der junge Amerikaner nachts um 1:00 los. Ziel war der Sonnenaufgang auf der Spitze des Vulkans. Auf den ersten hundert Metern erzählte er noch stolz, was für extreme Wanderungen er schon gemacht hatte. Und man so etwas ja auf gar keinen Fall nicht unterschätzen sollte. Ich dachte mir nur, ach passt schon. Ich bin schon auf genug Berge in Deutschland gescheucht worden, dann schaff ich auch einen Vulkan in Panama.

Bei Kilometer 2 (von 30 Kilometern insgesamt) klappte mir meine Wanderbegleitung fast zusammen. Ja das Fitnesslevel von einem Durchschnitts-Europäer ist einfach etwas anderes. Wahrscheinlich einfach dadurch, dass wir überall hin laufen und nie ein Taxi nehmen. Wir mussten also unsere erste größere Pause einlegen und meine Begleitung machte erst mal einen Powernap mitten auf dem Wanderweg. Danach ließ er sich aber davon überzeugen, weiter zu laufen. Naja ich ließ ihm einfach keine Wahl. Umdrehen war keine Option.

Die Wanderung war aber auch für mich echt nicht ohne. Es geht 15 Kilometer steil bergauf. Teilweise gibt es noch nicht einmal einen befestigten Weg.

Als wir dann etwa eine Stunde vor unserem Ziel die ersten Shuttles an uns vorbei fuhren, hatten wir ein echtes Motivationstief. Ja, es gibt einen Shuttelservice auf den Vulkan rauf! Für stolze 150 Doller. Wie unsportlich!!! Echt jetzt: Man muss sich so eine Aussicht schon verdienen! Also liefen wir weiter. Die ganze Zeit im Hinterkopf den Spruch von meinem Bruder, der letztes Jahr die Wanderung gemacht hat: „Der letzte Kilometer ist der schlimmste. Da geht es nur noch gerade hoch!“ Danke, Finn. Dass war sehr motivierend…

Der Shuttle für Faule!

Aber es hat sich gelohnt. Auf der Spitze sieht man den Pazifik und die Karibische Küste von Panama. Einmalig.

Und da trafen wir dann auch auf die Menschen, welche mit dem Schuttle hochgebracht worden waren. Total fasziniert fragte mich ein kleiner Junge ob es denn sehr anstrengend sei den ganzen Vulkan hoch zu laufen. Sein Vater grätschte sofort in das Gespräch ein und meinte: Es ist total dumm, zu Fuß hoch zu laufen. So kann man am Ende die Aussicht gar nicht genießen. Ich war perplex und konnte nichts dazu sagen. Und wahrscheinlich war das auch besser so. Der Junge wird auch ohne mich seinen Weg finden… Aber echt jetzt: Einen Berg selbst zu erklimmen um dann bei Sonnenaufgang die Aussicht zu genießen, das ist einfach was Unglaubliches! Das kann man so schnell mit nichts vergleichen!

Was verwunderlich ist, auf der Spitze hat man super Internet Empfang. Ich nutze die Gelegenheit, um ausführlich mit allen zu Hause zu Facetimen. So eine Aussicht will man ja wirklich mit allen teilen!

In Hamburg: Fast mit auf dem Vulkan dabei!

Was ich allerdings nicht bedacht habe: Es war eiskalt oben. Der Boden war gefroren. Und ich in kurzen Hosen! Na, zumindest hatte ich lange Socken an! Aber wir bekamen glatt von dem All inclusive Frühstück des Shuttle-Unternehmens einen gratis Kakao. Warm und heiß! Der leckerste Kakao ever.

Ja, mir kann man die gelaufenen Kilometer glatt ansehen

Der Weg runter war noch mal genau so kräftezehrend! Und wir mussten wieder eine kleine Schlafenpause einlegen.

Bocas del Toro

Unglaubliche Strände und Unterwasserwelten

Bocas del Toro ist DAS Traumziel für Backpacker in Panama. Und obwohl ich mit meinem Hybrid-Rucksack (man kann ihn auch rollen) nur ein halber Backpacker bin, habe ich mich direkt nach Panama City dorthin aufgemacht. Zum Glück! Es sind einfach wunder, wunderschöne Inseln. Aber von Anfang an: Bocas del Toro ist eine Inselgruppe ganz im Norden von Panama. Dort, wo Costa Rica schon in Sichtweite ist. Und einfach ein magischer Ort. Mir hat es so gut gefallen, dass ich glatt zwei Wochen geblieben bin.

Das Hauptverkehrsmittel hier ist das Boot! Überall werden einem Wassertaxen und Tagestouren mit dem Boot angeboten.

Man merkt sofort, dass die Zeit hier anders läuft. Alles ist entspannt. Und ich musste wieder einmal an den kubanischen Spruch denken: “Zeit ist ein dehnbarer Begriff.“ Typisch Inselleben, halt.

Und es gab unglaubliche Strände! Die schönsten, die ich jemals gesehen habe!

Wie im Traum!

Der red frog beach. Unter Backpackern ist er eine Legende!

Natürlich habe ich auch einen der legendäre Schnorchel Ausflüge gemacht. Beeindruckend. Erst sahen wir Delphine. Dann wurden wir auf einer einsamen Insel, die man in 40 Minuten einmal umrunden konnte, zum Entspannen abgesetzt. Danach sahen wir wunderschöne Korallen beim Schnorcheln.

Und natürlich war ich auf Biomizellen-Tour. Biomizellen sind Migroorgaismen, die anfangen zu leuchten, wenn man sie berührt. Das ist krass und war auch wirklich magisch. Wir sind Nachts mit einem Boot in die Mangroven-Wälder gefahren. Plötzlich fing um uns herum an, zu leuchten. Natürlich bin ich sofort ins Wasser gesprungen. Es ist wie in einem Traum. Alles um mich herum begann zu leuchten! Wie bei Avatar. Nur cooler und in echt. Sie hatten alle Mühe, mich wieder ins Boot zu bekommen. Am liebsten wäre ich die ganze Nacht dort durch die Gegend geschwommen. Vor lauter Faszination hab ich glatt vergessen, Fotos zu machen. Naja, aber vergessen werd ich es auf jeden Fall nie!

Der Versuch eines Fotos

Auf Bocas del Toro habe ich meine neue große Leidenschaft entdeckt: das Tauchen! Ich war so fasziniert, dass ich direkt einen Tauchschein gemacht habe. Es ist einfach irre. Es gibt keine friedlichere Art, in eine andere Welt einzutauchen, als beim Tauchen. Ich hab so unfassbar viele bunte Fische gesehen. Und Korallenriffe so bunt, dass sie unrealistisch aussahen. Ich dachte niemals, dass die Unterwasserwelt wirklich so schrill, vielfältig und faszinierend ist. Also falls ihr mich sucht: Ich bin wahrscheinlich gerade unter Wasser!

Zum Schluss noch ein bisschen Realität: Das war meine Unterkunft. 8-Bett-Zimmer im Hostel. Bocas del Toro ist ein typischer Hostel-Ort. Das heißt, möglichst viele Leute in einem möglichst günstig gebauten Zimmer.

Panama City

Einfach ein Muss, wenn man in Panama ist. Was einem sofort auffällt, ist, wie wunderschön die Altstadt renoviert ist. Und die Sicht über den Hochhausteil der Stadt ist natürlich auch atemberaubend. Auf jeden Fall ist Panama City eine ganz andere Welt, verglichen zu dem, was ich in den letzten Wochen gesehen habe. Was noch in der Stadt auffällt, ist, dass super viele Europäer hier leben. Die Bars sind abends voll mit Expats und Backpackern. Es ist natürlich auch ein traumhafter Wohnort. Es ist das ganze Jahr warm und als Expat muss man keine Einkommenssteuer bezahlen. Das ist natürlich sehr verlockend.

Ich erkundete also erst einmal die Altstadt und machte unendlich viel Fotos von schönen Häusern und von tollen Grafitis.

Da alles auch sehr streng Katholisch hier ist, gab es Abends einen Umzug um den toten Christus zu betrauern. Sah schon ganz schön gruselig aus.

Es gibt auch echt super leckeres Essen in Panama City. Überall vegane oder vegetarische Alternativen. Ich hab mich dann erst einmal quer durch die Stadt geschlemmt.

Was mich am allermeisten beeindruckt hat ist: Es gibt hier wirklich Mülltrennung. Panama, ist allgemein sehr Öko. Das hätte ich niemals erwartet.

Into the Wilde: Tiere in Panama

Da ich so viele unglaubliche Tiere sehe dachte ich ich widme ihnen eine ganzen Beitrag mit ein paar Fun Facts

Der Mantelbrüllaffe

Wir haben sie einfach am Straßenrand entdeckt, als wir mit dem Fahrrad die Insel erkundet haben. Zuerst sahen wir nur einen, aber als wir genauer hinsahen, war der ganze Baum voll. Sie starrten uns an und beobachteten jeden Schritt. Insgesamt fanden sie uns wohl eher merkwürdig als störend.

Das Faultier

Ja sie machen ihrem Namen alle Ehre. Ich weiß auch nicht, wie wir das Faultier entdeckt haben. Es bewegte in der ganzen Zeit, in der wir es bestaunten, lediglich ein bisschen seinen Kopf. Das wars. Es sah fast schon aus, als hätte jemand einen alten Stofffetzen in den Baum gehängt. Wie haben diese Tiere es bloß geschafft haben, in dem Tempo zu überleben!?!

Ja, der Fellkneul ist ein Faultier

Die tropische Riesenameise

Das sind mit Abstand die fleißigsten Tiere, die wir gesehen haben und so ziemlich das Gegenteil von einem Faultier. Sie tragen unentwegt Blätter in ihren Bau. Aber ja, ihr Gift ist wirklich sehr schmerzhaft. Es empfiehlt sich nicht, barfuß auf eine Ameisenstraße zu treten. Aber der Schmerz vergeht zumindest ziemlich schnell wieder. Ich spreche da aus Erfahrung…

ja, man sieht nur die Blätter die sie umhertragen.

Der echte Pfleilgiftfrosch

Er wird auch Erdbeerfrosch genannt. Das macht ihn zumindest ein bisschen weniger angsteinflößend. Doch sie sollen wirklich so giftig sein, wie ihr Ruf. Und irgendwie gehört es ja auch zur Karibik dazu, einen Pfeilgiftfrosch gesehen zu haben. Und sie sind echt hübsch!

Schwarzer Seeigel

Ich hatte noch nie davor einen Seeigel auf der Hand. Ich hätte niemals erwartet, dass die sich wirklich so schnell bewegen. Vor allem ein einmaliges Gefühl, wenn so einpickliges Wesen über seine Hand läuft. Beim Tauchen hab ich einen schwarzen Seeigel gesehen, der so groß war wie ein Fußball. Irre.

Delfin

Um das Klischee des Paradieses zu erfüllen, gab es hier natürlich auch reichlich Delfine. Allerdings wurde einem davon abgeraten, mit denen zu schwimmen, da Delfine – man denket es nicht – ziemlich aggressiv werden können.

Blauer Pfau

Eigentlich ist es hier ja nicht ihr natürlicher Lebensraum. Warscheinlich war es ein ausgebüchstes Haustier. Aber auf jeden Fall war es beeindruckend, so einem großen Vogel einfach auf der Straße zu begegnen. Und ja, er wusste, wie schön er ist. Er hat geduldig für alle posiert, die Fotos von ihm machen wollten.

Gewöhnliches Chameleon

Also zuerst muss ich mal sagen, der Name passt ja gar nicht. Ein Chamäleon ist doch nie gewöhnlich! Aber es ist auch wieder ein Tier, welches hier nicht natürlich vorkommt. Es muss sich also auch bei dem Chamäleon um ein flüchtiges Haustier handeln. Trotzdem beeindruckend. Und ja, es ist sehr kompliziert, ein Foto von einem Tier zu machen, welches dafür bekannt ist, wie gut es sich tarnen kann. Hier das Suchbild:

Und natürlich hab ich noch viele wunderschöne andere Tiere beim Tauchen gesehen (auch einen Frogfisch, mein neues absolutes Lieblingstier). Ich brauche dringend eine Unterwasser-Kamera, dann werden ganz viele Fisch-Fotos folgen. 🙂

St. Thomas

Linksverkehr, Water Islands und Altstadt

Blick auf die Bucht von St. Thomas von meinem Balkon aus 🙂

Schon der Check in für den Flug auf die amerikanischen Jungferninseln war besonders. Ich musste angeben, wie viel ich wiege! Alles (inklusive Handgepäck) wurde genauestens ausgewogen. Die Mitarbeiterin meinte, dass es eine kleine Maschine sei und sie diese ausbalancieren müssten. Okay, ich bin in Neuseeland auch schon mit kleinen Flugzeugen geflogen und dachte mir erst einmal nichts weiter. Am Gate hab ich mich dann doch gewundert, warum nur so wenig Menschen dort waren. Als der Flug dann aufgerufen wurde, stand ich auf, eine Familie und noch ein anderer Fluggast. Das wars. Ich dachte nur: Ohh, warum will denn keiner nach ST. Thomas? Aber als ich dann das Flugzeug sah, wurde mir klar, dass auch nicht mehr Leute mitkonnten. Es war das kleinste Verkehrs-Flugzeug, das ich je gesehen habe: 8 Sitzplätze inklusive Pilot. Der Pilot nahm unser Handgepäck entgegen und verstaute alles in der Schnauze des Flugzeugs. Ich durfte auf dem Co-Piloten Sitzt sitzen. Das war allerdings ziemlich cool! Wir flogen erst einmal an der Küste von Puerto Rico entlang, dann an Culebra vorbei und noch ein bisschen über den Ozean und dann waren wir auch schon da. Der Flug ging ganze 19 Minuten. Er war aber sehr beeindruckend. Dadurch, dass das Flugzeug so klein war, mussten wir nicht so weit oben fliegen. Die Sicht war einfach krass. Man konnte aus dem Flugzeug bis auf die Korallenriffe sehen. So klar war das Wasser. Leider musste man sein Handy während des Fluges ausstellen, aber das war eine Sicht, die ich nie wieder vergessen werde! Der Pilot meinte nach dem Flug zu mir: „Das war dein erster Flug in so einem kleinen Flugzeug? Man hat deine Begeisterung im Gesicht gesehen!“ Er hatte recht: Ich war echt beeindruckt!

8 Plätze inklusive Pilot

Die Sicht auf die Bucht von St. Thomas ist super schön. Vor allem von dem Balkon von meiner Unterkunft aus.

Aber es ist auch mit Abstand der teuerste Ort an dem ich jemals war!

Und es wundert mich immer wieder, dass jede Insel der Karibik völlig anders ist. Hier sehen sich die Einheimischen als Amerikaner. Aber es funktionieren keine amerikanische Sim-Karten. Es gibt Linksverkehr. Alle sprechen Englisch. Die meisten Menschen sind Touristen gegenüber sehr unhöflich und es wird sich überall gegrüßt.

Von St. Thomas aus kann man mit der Fähre nach Water Islands fahren. Eine kleine, vorgelagerte Insel. Das hab ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Angekommen auf der Insel, gab es ein gratis Schuttel zum Strand. Ich hatte Lust auf eine Wanderung. Ich laufe. Naja Wanderung kann man es nicht nennen. Man läuft 8 Minuten. Aber trotzdem fahren alle Amerikaner mit einem Golfcar. Und: Der Strand war wieder mal ein Traum!

Und ich habe mir natürlich noch die Altstadt angeschaut. Und ja, sie sieht aus, als hätte man Fotos in Südeuropa gemacht.

Fischverkauf am Straßenrand

Tipp: Mit der Gondel zum Aussichtspunkt hochfahren, um die wunderschöne Bucht auch von der anderen Seite bewundern zu können.

Die Schattenseite: Weil die Insel so unfassbar teuer ist, musste ich im günstigsten Airbnb der ganzen Insel schlafen. Nachts klaute eine Ratte Kekse aus meiner Tasche und knabberte dabei meine Lieblingsschuhe gleich mit an. Aber weil ich noch keinen Ersatz gefunden habe, trage ich sie noch immer. Ja, man härtet irgendwie beim Reisen ganz schön ab.