Christchurch

Praktikum und Winterwetter

Die Kathedrale der Stadt ist auch das Wahrzeichen. Bei dem Erdbeben 2011 ist der Turm eingestürzt, welcher dabei leider einen großen Teil des Gebäudes zerstörte. Lange war man sich unsicher, was man mit dem Gebäude jetzt macht. Abreißen geht natürlich nicht. Einfach wieder aufbauen ist aber auch nicht so einfach. Zum einen wegen den ganzen Denkmal-Auflagen und zum anderen will man auch an das Erdbeben erinnern. Also wurde erst vor kurzem mit dem Wiederaufbau begonnen. Dass die Kathedrale noch immer eine Baustelle ist, ist auch ein Zeichen dafür, wie verwundet die ganze Stadt immer noch ist.

Hier erst einmal ein paar Eindrücke von Christchurch. Ich musste mich erst daran gewöhnen, dass hier ja Herbst, naja schon fast Winter war. Ich kam ja mitten aus der Sonne von Lateinamerika.

Die Christchurch swing

Der Hagley Park, der Stadtpark von Christchurch, hat natürlich jede Menge Rugby Felder. Wie sich das für eine neuseeländische Grünfläche gehört. Hier habe ich mit der Damenmannschaft trainiert.

Der Stadtstrand in Sumner.

Ach, einfach schön!!!!!!

Nach Neuseeland zu kommen, fühlte sich ein bisschen wie wieder nach Hause kommen an. Naja es ist ja auch viel westlicher als Lateinamerika und mein zweiter Besuch in diesem wunderbaren Land. Leute in All Blacks Trikots sind für mich ein sehr vertrauter Anblick und sehr gute Freunde unserer Familie, Mike und Bettina, haben in der Nähe von Christchurch eine wunderschöne kleine Farm mit Pferden, Hühnern, Schafen und Hunden.

So eine kleine Farm ist einfach wunderbar

Die Hunde des Hauses, Rusty und Sky.

Die meiste Zeit in Neuseeland war ich, wegen meines Praktikums in Christchurch. Es ist die zweitgrößte Stadt in Neuseeland. 2009 und 2011 gab es hier zwei große Erdbeben. Auch wenn das schon lange her scheint, spielt das Erdbeben hier natürlich immer noch eine große Rolle. Auf jeder Party wird hier gefragt, wo man denn war, als das Erdbeben war. Die Zeit wird hier in vor und nach dem Erdbeben angegeben.

Dadurch, dass so unglaubliche viele Gebäude zerstört waren, konnte man auch bis heute noch nicht alles wieder aufbauen. Das Stadtbild ist immer noch geprägt von abgesperrten Gebäuden und Baustellen. Von dem unfertigen Eindruck darf man sich aber nicht abschrecken lassen. Im Gegensatz zu meinem letzten Aufenthalt in Neuseeland, gibt es mittlerweile sehr viele neue Cafés und tolle Restaurants in der Stadt.

Ich musste mich hier natürlich erst mal ein bisschen zurechtfinden. Länger in einer neuen Stadt zu sein, ist echt noch mal etwas total anderes, als nur zu reisen. Aber zuerst musste ich los und hab mir Winterklamotten gekauft. Ich kam ja aus dem Sommer. Und dann habe die Stadt erkundet.

Und dann bin ich ganz mutig alleine in den Pub gegangen, um Rugby zu schauen. Ich kannte ja noch keinen aber ich konnte mir ein Rugby in einem Neuseeländischen Pub natürlich nicht entgehen lassen. Zumal die All Blacks gegen Südafrika spielten. Aber in Neuseeland ist man ja nie wirklich alleine. Die Kiwis sind so kontaktfreudig, man wird sofort angequatscht und fühlt sich immer willkommen. Einfach toll.

Und was auch toll ist an den Kiwis: Sie lieben Sushi! Als Snack gibt es überall eine halbe Sushirolle auf die Hand. Der perfekte Snack.

Eigentlich hab ich mich nur von Sushi ernährt

Weihnachtsmarkt

Da Weihnachten hier ja in den Sommer fällt, feiern viele Midchristmas am am 24.6. Im Riverside (eine Foodmeile) gab es dazu einen German Christmas market. Ich hab es mir natürlich nicht entgehen lassen, dort den Glühwein zu probieren. Und ich muss sagen, das mit dem Glühwein müssen sie noch ein wenig üben. Entschieden zu wenig Gewürze. Dafür schmeckten die Kekse wie zu Hause!

Es gab sogar Schnee!

Aber eine Sache werde ich ja nie verstehen: Wie können die Kiwis einfach nicht frieren? Kurze Hosen und Gummistiefel sind hier ein Ganzjahres-Look. Und ich dachte mein Leben lang, mit kurzer Hose nach dem Training nach Hause sei ausschließlich ein Rugby-Ding. Nein, es ist eindeutig eine Kiwi-Eigenheit.

Zusätzlich schlängelt sich durch die sonst hauptsächlich so moderne Stadt eine Straßenbahn. Lustigerweise ist das gar nicht die alte Straßenbahn von Christchurch, sondern die aus Melbourne. Da man zwischenzeitig die Straßenbahn abgeschafft hatte aber dann feststellte, dass eine Straßenbahn doch was Tolles ist.

Als Mama dann in der Stadt war, konnten wir es uns natürlich nicht nehmen lassen direkt einen Abend in der Straßenbahn zu verbringen. Zwei Abende der Woche gibt es ein Restaurant in einem der Wagons. Es gab köstliches Essen, jeder Gang mit einem anderem Wein zur Begleitung und man zockelte durch die ganze Innenstadt. Naja eher mehrfach durch die ganze Innenstadt. Das Schienennetz ist nicht sonderlich groß. Aber kein Problem! Nach dem 4. Mal an der alten Kathedrale vorbei, gab es dann auch den Nachtisch. Einfach ein Perfekter Abend.

Meine Christchurch Café/Aktivitäten-Tipps folgen in weiteren Beiträgen.

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