Dadurch, dass ich so viele beeindruckende Tiere in Costa Rica gesehen habe, muss ich ihnen einfach einen separaten Beitrag widmen. Aber Wildtiere zu fotografieren, ist echt schwierig. Immerhin bewegen sie sich die ganze Zeit und fangen nicht an zu posieren und in die Kamera zu lachen.
Tukan
Einen Tukan zu sehen ist sogar hier etwas besonderes. Aber die Leute wissen schon, dass es ein unglaublicher Vogel ist. Überall kann man Tukan Souviniere kaufen. Übrigens gehört der Tukan gar nicht zu den Papageien sondern zur Gruppe der Spechtvögel. Und sie sind viel kleiner als ich erwartet hätte, sie werden nur 30-60 cm groß. Und warum er eigentlich einen sp großen Schnabel hat, wissen noch nicht einmal die Forscher. Ein Tukan ist einfach ein besonderer Vogel.

Aguti
Agutis gehören zu den Tieren, die man erst hört und dann sieht. Die ganze Zeit hörte sich es an, als würde jemand auf einem Stock rum knabbern, bis wir ihn entdeckt haben. Einen kleiner Aguti.
Brüll-Affe
Ich habe noch nie in meinem Leben ein so bedrohlich brüllendes Tier erlebt. Immer kurz vor einem Gewitter, fängt es an sehr tief aus den Bäumen zu schreien. Ja das sind diese kleinen Tiere. Man muss sie wirklich einmal gesehen haben, damit man keine Angst mehr vor ihnen hat.
Kapuzineraffen
Dies sind die mit Abstand frechsten Tiere die ich hier gesehen habe. Schon in den Nationalpark Manuel Antonio durfte man keine Lebensmittel mit nehmen. Warum, dass hat man sehr schnell gemerkt. Als eine Gruppe von Briten vor uns gerade damit beschäftigt waren, ein Affen-Baby zu fotografieren, hangelte sich ein andere Affe hinter denen vom Baum, öffnete deren Rucksack und suchte nach was Essbarem. Oder vielleicht nach etwas, das sie verkaufen können, das würde ich denen auch zutrauen.
Kurze Zeit später wurden wir von den Affen mit Früchten beworfen. Ja kann sein, dass sie nicht die größten Fans von Touristen sind.
Besonders verwundert waren wir, als zwei Affen sich genüsslichen einen Leguan teilten. In meinem Kopf waren Affen eigentlich immer Vegetarier.





Hirsch
Ja, ich war auch erstaunt, als wir plötzlich hinter einer Gruppe von Affen, die von vielen freudigen Touristen fotografiert wurden, einen Hirsch-Popo entdeckten. Ja, diese Tiere gibt es fast überall auf der Erde.

Waschbär
Wahrscheinlich sind sie die Tiere, die alle Hostel-Besitzer am meisten nerven. Nachts werden alle Lebensmittel eingeschlossen, in der Hoffnung, dass sie am nächsten Morgen noch da sind und nicht von einem Waschbär vertilgt wurden. Naja außer in meinem Hostel. Dort war der Wachmann großer Waschbären-Fan und fütterte sie reichlich mit Katzenfutter. – Auch eine Möglichkeit, um sie von den Vorräten der Gäste fern zu halten.



Landkrabben
Man sieht sie einfach überall. Sobald man in die Nähe vom Meer kommt, wimmeln sie unter jedem Blatt. So wie in Europa Kellerasseln. Nur viel, viel Größer. Teilweise so groß (bestimmt 2 Hand groß), dass ich mich wirklich gewundert habe, warum sie nicht gegessen werden. Naja, von einem werden sie gegessen, von Leguanen.

Leguan
Einfach gruselig. Sie sind riesig. Sie sind überall. Sie sehen aus, als ob sie aus der Zeit gefallen wären. Und vor allem: Sie sind sie nicht scheu und lassen sich von Menschen, Autos, Pferden… noch nicht einmal irritieren. Mir sind Leguane nicht geheuer. Und egal, wie häufig man sie sieht, ich mach trotzdem einen großen Bogen um sie. Sicher ist sicher.
Vor allem, als ein Leguan genüsslich einen Krebs neben mir verspeiste…Oder als einer sich am Pool neben mir sonnen wollte… das fand ich schon befremdlich.

Faultier
Das bekannteste Tier von Costa Rica ist das Faultier. Aber ich muss sagen, sie sind weniger spektakulär als man denkt. Sie sind echt faul und bewegen sich eigentlich die ganze Zeit fast nicht. Sie schlafen mindestens 20 Stunden am Tag und verlassen nur alle 1-2 Wochen ihren Baum, um ihr Geschäft zu erledigen. Dabei sind sie natürlich eine gute Beute (weil sie sich halt eher von ihrem Baum schleichen als sich fortzubewegen) so dass etwa die Hälfte der Faultiere bei ihrem Geschäftsgang sterben. Manchmal vergisst ein Faultier auch einfach zu atmen. Dann stirbt es auch. Der Scheitel im Fell funktioniert als natürliche Regenrille, so kann Wasser von ihrem Kopf besser ablaufen. Würden sie auch versuchen, sich vor dem Regen zu verstecken, wäre der Regen eh wieder vorbei, bis sie irgendwo angekommen sind. Irgendwie wundere ich mich echt, wie ein Faultier sich dann doch evolutionär durchsetzen konnte…

Frosch
Keine Ahnung, was für ein Frosch das ist, aber er war ein gutes Model. Und er war mit Abstand der lauteste Frosch, den ich jemals gehört habe. Naja ganz nach der Regenwald-Regel: Je kleiner man ist, desto lauter muss man sein.


