St. Thomas

Linksverkehr, Water Islands und Altstadt

Blick auf die Bucht von St. Thomas von meinem Balkon aus 🙂

Schon der Check in für den Flug auf die amerikanischen Jungferninseln war besonders. Ich musste angeben, wie viel ich wiege! Alles (inklusive Handgepäck) wurde genauestens ausgewogen. Die Mitarbeiterin meinte, dass es eine kleine Maschine sei und sie diese ausbalancieren müssten. Okay, ich bin in Neuseeland auch schon mit kleinen Flugzeugen geflogen und dachte mir erst einmal nichts weiter. Am Gate hab ich mich dann doch gewundert, warum nur so wenig Menschen dort waren. Als der Flug dann aufgerufen wurde, stand ich auf, eine Familie und noch ein anderer Fluggast. Das wars. Ich dachte nur: Ohh, warum will denn keiner nach ST. Thomas? Aber als ich dann das Flugzeug sah, wurde mir klar, dass auch nicht mehr Leute mitkonnten. Es war das kleinste Verkehrs-Flugzeug, das ich je gesehen habe: 8 Sitzplätze inklusive Pilot. Der Pilot nahm unser Handgepäck entgegen und verstaute alles in der Schnauze des Flugzeugs. Ich durfte auf dem Co-Piloten Sitzt sitzen. Das war allerdings ziemlich cool! Wir flogen erst einmal an der Küste von Puerto Rico entlang, dann an Culebra vorbei und noch ein bisschen über den Ozean und dann waren wir auch schon da. Der Flug ging ganze 19 Minuten. Er war aber sehr beeindruckend. Dadurch, dass das Flugzeug so klein war, mussten wir nicht so weit oben fliegen. Die Sicht war einfach krass. Man konnte aus dem Flugzeug bis auf die Korallenriffe sehen. So klar war das Wasser. Leider musste man sein Handy während des Fluges ausstellen, aber das war eine Sicht, die ich nie wieder vergessen werde! Der Pilot meinte nach dem Flug zu mir: „Das war dein erster Flug in so einem kleinen Flugzeug? Man hat deine Begeisterung im Gesicht gesehen!“ Er hatte recht: Ich war echt beeindruckt!

8 Plätze inklusive Pilot

Die Sicht auf die Bucht von St. Thomas ist super schön. Vor allem von dem Balkon von meiner Unterkunft aus.

Aber es ist auch mit Abstand der teuerste Ort an dem ich jemals war!

Und es wundert mich immer wieder, dass jede Insel der Karibik völlig anders ist. Hier sehen sich die Einheimischen als Amerikaner. Aber es funktionieren keine amerikanische Sim-Karten. Es gibt Linksverkehr. Alle sprechen Englisch. Die meisten Menschen sind Touristen gegenüber sehr unhöflich und es wird sich überall gegrüßt.

Von St. Thomas aus kann man mit der Fähre nach Water Islands fahren. Eine kleine, vorgelagerte Insel. Das hab ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Angekommen auf der Insel, gab es ein gratis Schuttel zum Strand. Ich hatte Lust auf eine Wanderung. Ich laufe. Naja Wanderung kann man es nicht nennen. Man läuft 8 Minuten. Aber trotzdem fahren alle Amerikaner mit einem Golfcar. Und: Der Strand war wieder mal ein Traum!

Und ich habe mir natürlich noch die Altstadt angeschaut. Und ja, sie sieht aus, als hätte man Fotos in Südeuropa gemacht.

Fischverkauf am Straßenrand

Tipp: Mit der Gondel zum Aussichtspunkt hochfahren, um die wunderschöne Bucht auch von der anderen Seite bewundern zu können.

Die Schattenseite: Weil die Insel so unfassbar teuer ist, musste ich im günstigsten Airbnb der ganzen Insel schlafen. Nachts klaute eine Ratte Kekse aus meiner Tasche und knabberte dabei meine Lieblingsschuhe gleich mit an. Aber weil ich noch keinen Ersatz gefunden habe, trage ich sie noch immer. Ja, man härtet irgendwie beim Reisen ganz schön ab.

Ein Gedanke zu „St. Thomas“

  1. Toller und informativer Bericht über den Linksverkehr. Ist schon eine Herausforderung. Eine Fahrschule vor Ort engagieren, ist schon nicht schlecht um später sicherer zu fahren. 🙂

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