Zwischen der Dominikanischen Republik und Puerto Rico

Es ist ein absolutes Muss! Um ein Gefühl für die Distanzen zwischen den Inseln zu bekommen, muss man eine Fähre nehmen. Die Strecke zwischen der Dominikanischen Republik und Puerto Rico ist die längste zwischen zwei karibischen Inseln. Vor allem wird sie viel zu den Feiertagen genutzt, wenn Verwandte auf den anderen Inseln besucht werden. Die Fähre war ein altes Modell aus Griechenland. Cabric Ferries ist ein Tochterunternehmen von Direct Ferries, der Reederei in Europa. Wahrscheinlich kam diese Fähre dort einfach nicht mehr durch den TÜV. Naja dann reicht es ja noch für die Karibik.


Leider war dies die einzige Fährstrecke, die bedient wurde, als ich da war. Alle anderen waren, wie so vieles Andere andere, wegen den fehlenden Touristen eingestellt. Aber das hohle ich irgendwann mal nach!
Die Fähre braucht 13 Stunde. Der Flug 1 Stunde. Die Fähre kostet 160€. Der Flug 90€. Trotzdem hat es sich gelohnt!
Abenteuer: Buchung
Am Tag vorher bin ich schon mal zum Fährschalter. Nach meinen abenteuerlichen Erfahrungen auf Kuba, wollte ich auf Nummer sicher gehen und alles dabei haben. Es sprach natürlich auch hier keiner Englisch! Als ich fragte (mit der Hilfe von Google Übersetzter) welche Dokumente ich denn bräuchte, wurde ich nur nach meinem Ausweis gefragt. Sie checkten mein Einreisedatum und meinten, ich dürfe nicht nach Puerto Rico. Ich war nur 13 Tage in der Dominikanischen Republik. Mein Flieger war verspätet gelandet, so kam ich 20 Minuten nach Mitternacht an. Und genau die 20 Minuten fehlten mir jetzt! Ich war perplex. Mal wieder eine Regel, die nirgendwo steht. Die ganzen verbindlichen Regeln und Vorschriften in Europa hat sind nervig. Aber sie haben super viele Vorteile. Ich bekam Panik! Was sollte ich jetzt machen? Alles ist geplant, die Hotels für die nächsten Nächte gebucht: “Papa!!!!“ (Ich gestehe: Immer, wenn ich bei sowas nicht weiter weiß, rufe ich Papa an. Aber er war genau so perplex wie ich. Es ist ein Glücksspiel, ob man hier die richtigen Informationen bekommt oder nicht. Also hat Papa mit Direct Ferries, die europäische Buchungsplattform, auf der ich das Ticket gekauft hatte, Kontakt aufgenommen. Im anliegenden Reisebüro gaben sie mir eine Nummer, bei der ich nachfragen konnte. Keiner ging dran. War ja klar. Also dachte ich, dass muss schon werden. Das kann ja nicht sein. Und ging ins Bett.
Zum Glück hatte sich am Morgen der europäische Teil der Reederei bei mir gemeldet. Die Mitarbeiter hier vor Ort waren einfach falsch informiert gewesen. Was ein Stress. Für nix!. Nicht das erste mal das mir sowas hier passiert. Schon beim Transit auf den Cayman Island wollten sie mir den Zutritt zum Flugzeug verwehren, da ich keinen PCR-Test hatte. Den brauchte ich lt. Info auch nicht. Ich bestand darauf, den Manager zu sprechen. Und: Ich brauchte tatsächlich keinen Test! Trotzdem vermeidbarer Stress.
Jetzt aber wirklich: auf die Fähre!
Das Fährterminal war mal wider sehr sehr karibisch. Für jede Kontrolle unterschiedliche Schlangen, irgendwo in einer großen Halle. Mein Ausweis wurde 6 Mal kontrolliert. Es wurde gesagt, das der Check in 3 stunden vor Abfahrt schließt. Ich war also 5 Stunden vor Abfahrt da. Sicher ist sicher. Und man weiß ja nie, welche Dokumente doch noch verlangt werden. Die einzig Englisch sprechende Mitarbeiterin hat mich sofort in Empfang genommen und ist von einer Schlange zur nächsten mit gegangen. Was ein Luxus. Aber ich war einfach der einzige Tourist bei dieser Überfahrt. Ich hatte mich gleich gewundert, dass es so leer war. Aber ich war ja auch früh da. Doch es kamen nicht noch wirklich viele Leute nach mir. Wir legten 2 Stunden früher ab. Schließlich waren mehr Mitarbeiter an Bord als Gäste. Der Tourismus ist hier echt gebeutelt durch Corona. Eine Konsequenz, die mir davor nie so bewusst war.
Die Fährfahrt war atemberaubend. Vom Auslaufen bei Sonnenuntergang in Santo Domingo (Dominikanische Republik), bis zum Einlaufen beim Sonnenaufgang in San Juan (Puerto Rico).


Zusätzlich war an Bord alles auch wieder sehr karibisch. Wasser kostete das gleiche wie Bier. Es gab Live-Musik. Es wurde getanzt. Es gab sogar eine spanische Zauberschow…





