Santo Domingo

Stadtmauer von Santo Domingo

Schon beim ersten Mal durch die Stadt schlendern, fielen mir die riesigen Regenrinnen auf der Straße auf. Es hat eher was von über die Straße hüpfen, als von gehen.

Und ich musste mich auch erst mal in das Land herein finden. Ich brauche immer etwas Zeit, wenn ich einem neuen Land ankomme. Was mir hier in der Dominikanischen Republik sofort auffiel, war die extreme Polizeipräsenz. An jeder Ecke stehen Polizisten mit Schlagstöcken. Regelmäßig fahren schwer bewaffnete Polizisten auf Motorrädern herum (Fotos gibt es nicht, hab ich mich nicht getraut habe welche zu machen). Am ersten Tag bin ich auch direkt an einem zertrümmertem Polizeiwagen vorbeigelaufen. Seltsam. Auch sind alle Fenster vergittert. Vielleicht muss ich dazu sagen, dass ich mich in der Dominikanischen Republik sicherer gefühlt habe, als auf Kuba. Aber trotzdem beunruhigt mich so viel Polizei immer.

Aber erst mal von Anfang:  Natürlich hab ich mir die ganzen Klassiker angeschaut, die älteste Kirche der USA, die Columbus Statue, die alte Stadtmauer, Zigarren-Shops, das Grab von Columbus…

Was mich aber echt überrascht hat, war am Sonntag. Auf dem Marktplatz gab es Musikunterricht. Alle Instrumente. Alle Altersgruppen. Alles quer durch einander. Ein lustiges Treiben. Bloß sehr schräg an zu hören. Bis es dann schlagartig anfing, wie aus Eimern zu schütten. Regen in der Karibik?! Das hätte ich nicht erwartet. Innerhalb von Minuten war alles überschwemmt. So plötzlich wie der Regen kam, hörte er auch wieder auf. Und da kamen die Rillen vom Anfang zum Einsatz. Nur Minuten später war alles schon wieder so, als hätte es niemals schlechtes Wetter gegeben. Die Instrumente wurden wieder ausgepackt und alle machten weiter. Schräg.

Gesangs-Unterricht
ein wirklich buntes Treiben

Das Spektakel wurde nur noch getoppt von zwei Papageien, die vorbei flogen. Sich auf einen Baum setzten. Laut meckerten und anschließend weiterflogen. Jap, sie sehen auch in der Natur aus, wie bei Hagenbeks-Tierpark. 

Papageien in freier Wildbahn

Und dann ging ich meiner Lieblingsbeschäftigung nach: Ich schlenderte stundenlang durch alle Supermärkte in der Gegend. Natürlich schau ich immer, ob es was aus Deutschland gibt. Aber vor allem liebe ich es, durch die Gemüseabteilung zu schlendern. Es gab hier Avocados in allen Größen und Farben. Irre. Bananen, einfach köstlich. Pyramiden aus Ananas, Mengen an Jamswurzel (in meinen Augen einfach die bessere Kartoffel), Wassermelonen, Spargel, weißen und grünen, ganzjährig. Irre. Ein echter Veganer-Traum. 

Auf dem Weg zur Busstation nahm ich ein Uber. Und da wurde ich mal wieder von der Freundlichkeit der Menschen hier überrascht. Ich unterhielt mich mit meinem Fahrer. Per Googelübersetzter. Einer tippte, Google erzählte. Wir kamen darüber zu sprechen, dass ich alleine unterwegs war. Das beeindruckte ihn so sehr, dass er mir direkt seine Santo Domingo Cap schenkte, die als Deko am Rückspiegel hing.

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