
Varadero, das typische Traumziel auf Kuba. Einfach mal ganz entspannt am Strand liegen. Varadero war fast wie eine parallele Welt. Alles auf Touristen ausgelegt. In den meisten Restaurants konnte man nur in Euros oder in Doller bezahlen. Seltsam. Bloß individual Tourismus ist hier nicht sehr bekannt. Die ganzen Strandbars gehörten zu All inclusive Hotels, so dass wir dort nichts kaufen konnten. Total schräg. Auch die Restaurants waren nur auf Mittagessen ausgelegt, da alle abends in ihren Hotels aßen. Dadurch waren die Straßen ab 17:00 wie leergefegt. Aber der Strand! Der war genau so unglaublich, wie wir es uns vorgestellt hatten.

Aber nur Strand war für uns natürlich nicht genug. Es fehlte das Abenteuer. Auf Google wurde uns eine Tropfsteinhöhle in der Umgebung vorgeschlagen. Die mussten wir natürlich besichtigen. Ein Taxi dahin? Viel zu einfach. Wir sind also zum Busbahnhof gelaufen. Dort hat uns dann ein Mitarbeiter mit Google Übersetzer versucht, den Weg zu erklären. Er hat uns einen Fahrplan geschrieben und hat mit uns geübt, wie wir einen Bus richtig herwinken. Also: Man nimmt den größten Geldschein, den man hat in die Hand und winkt damit so auffällig wie möglich. Gesagt getan. Wir stellten uns an die Straße und winkten beim ersten Bus sehr selbstsicher mit unserem Geld. Es sah wohl doch nicht so professionell aus wie wir dachten… Sofort sprach uns ein Kubaner an und fragte uns nach unserem Ziel. Mit Hilfe von Google Maps, Händen und Füßen erklärten wir besagte Höhle zu unserem Ziel. Lässig winkte er den nächsten Bus und vermittelte uns im Bus auch gleich an jemanden, der uns beim Umsteigen an die Hand nehmen sollte. Einer übergab uns an den nächsten und nach einer Reihe von Bussen und wirklich hilfreichen Kubanern, landeten wir irgendwann tatsächlich am Ziel! Wir waren selbst ganz schön überrascht.


Die Tropfsteinhöhle war atemberaubend. Und wir hatten diesen magischen Ort fast für uns alleine. Unglaublich. Alle haben nur geflüstert, da es einfach magisch war. Und: In diesem glasklaren Wasser konnte man auch noch schwimmen!





Auch auf der Rückfahrt wurden wir von einem zum nächsten freundlichen Busfahrer weitergereicht. Und da war sie endlich: Die Kubanische Freundlichkeit, die wir in Havanna wirklich vermisst hatten.